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Feuerwehr weiht neue Drehleiter und Kommandowagen ein

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Gleich zwei Fahrzeuge konnte die Feuerwehr Eggenfelden einweihen – die Drehleiter DLAK 23/12 mit Funkrufnamen "Eggenfelden 30/1" und 320 PS sowie einen BMW X3 2.0 als Kommandowagen. −Fotos: Kessler
 
 

Eggenfelden. Gleich zwei neue Fahrzeuge hat die Feuerwehr Eggenfelden offiziell eingeweiht. Versehen mit dem kirchlichen Segen, wurden ein BMW X3 als Kommandowagen und die neue Drehleiter DLAK23-12 vorgestellt. Letztere wird drei baugleiche "Schwestern" bei den Wehren in Pfarrkirchen, Simbach und Bad Birnbach haben. Durch eine Sammelausschreibung konnten pro Feuerwehr 40000 Euro eingespart werden – außerdem erhöhte sich der Staatszuschuss um zehn Prozent.

Zwei neue Fahrzeuge gleichzeitig einzuweihen – das erlebt man als niederbayerische Feuerwehr auch nicht alle Tage: "Für uns ist das heute etwas ganz Besonderes", bemerkte Vorstand Michael Wimmer zu Beginn der Feierlichkeiten im Feuerwehrhaus an der Lauterbachstraße. Den neuen Kommandowagen, einen BMW X3, habe ausschließlich der Feuerwehr-Verein bezahlt. Auch zum Kauf der neuen Drehleiter steuerte er noch Geld bei. 60000 Euro, so Wimmer, seien es am Ende gewesen, davon 14500 Euro, die man von Sponsoren erhalten habe. "Diese Summe konnten wir nur aufbringen, weil die Bürger unsere Feuerwehr so tatkräftig unterstützen und auch unser Hallenfest stets zahlreich besuchen", schickte Wimmer einen Dank an die Eggenfeldener Bürger und Betriebe.

Idee zu Sammelbestellung entstand an der Bar

Die neue Drehleiter wurde mit 40000 Euro Ersparnis und zehn Prozent mehr Staatszuschuss gekauft – darüber darf sich nicht nur die Stadt Eggenfelden freuen, sondern auch die Stadt Pfarrkirchen, die Stadt Simbach und der Markt Bad Birnbach. Insgesamt vier baugleiche Drehleitern wurden per Sammelausschreibung gekauft – eine Idee, die spontan in ungewöhnlichem Rahmen ihren Anfang nahm: beim Feuerwehrfest an der Bar. "Pfarrkirchens Kommandant Stefan Niedermeier hat mich damals gefragt, ob wir nicht gemeinsam eine Drehleiter kaufen wollen – denn auch das Pfarrkirchener Einsatzfahrzeug musste ersetzt werden", erzählte Eggenfeldens Kommandant Herbert Stauber. Aus der Idee wurde ein festes Vorhaben, dem sich auch die Wehren aus Simbach und Bad Birnbach anschlossen. Die dafür notwendige Sammelausschreibung war eine Herausforderung, mussten doch die Drehleitern den Anforderungen jeder Wehr gerecht werden. Am Ende entschied man sich kollektiv für die DLAK 23/12 mit Straßen-Fahrgestell von Iveco und Magirus-Aufbau.

Für den Landkreis Rottal-Inn allerdings war es gar nicht mal so gut, dass die vier Feuerwehren Sparsinn bewiesen – zumindest aus finanzieller Sicht, wie Landrat Michael Fahmüller scherzhaft feststellte: "Der Landkreis beteiligt sich ja zur Hälfte am Staatszuschuss – nachdem dieser sich durch die Sammelausschreibung um zehn Prozent erhöhte, mussten auch wir mehr bezahlen, und zwar 118000 Euro", bemerkte Fahmüller schmunzelnd. Die Kommunen jedenfalls konnten sich durch den Eifer der vier Wehren einen "Batzen Geld" sparen, und somit bleibe die Erkenntnis: "Man sollte öfter gemeinsam an die Bar gehen."

"Ihr seid nun für die Zukunft wieder optimal ausgerüstet", wünschte Kreisbrandrat René Lippeck der Eggenfeldener Wehr alles Gute mit den beiden neuen Fahrzeugen und überreichte an Kommandant Herbert Stauber eine Christophorus-Plakette. Im Landkreis habe man bewiesen, dass auch bei Groß-Fahrzeugen eine gemeinsame Beschaffung und damit Einsparungen möglich seien. Allzeit gute und unfallfreie Fahrt wünschten sich Christian Kliemann, Vertriebsbeauftragter von Magirus sowie Alfred Eder vom Ausstatter Stirner aus Perach.

Grund zur Freude hatte an diesem Abend freilich auch Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler, der der Feuerwehr Eggenfelden dankte für ihr ehrenamtliches Engagement: "All denen, die bei Wind und Wetter rausfahren, sollte man auch ein gescheites Material und Werkzeug an die Hand geben." Die Professionalität bei der Beschaffung habe der Stadt viel Geld gespart, auch dafür gelte der Feuerwehr Dank und Anerkennung.

Mit der neuen Drehleiter, nannte Kommandant Herbert Stauber abschließend noch ein paar Daten, kann nun eine Krankentrage mit bis zu 270 Kilogramm Belastung transportiert werden. Der Korb bietet mit einer Last von 500 Kilogramm Platz für fünf Personen. Memory-Steuerung, Schachtrettungsfunktion und Direkteinstiegsfunktion sind einige der neuen Eigenschaften, mit denen man sich nun in regelmäßigen Übungen vertraut machen werde.

Freundschaftliches Miteinander betont

Stauber dankte "dem Stadtrat, allen voran Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler, und der Stadtverwaltung für die stete Bereitschaft, unsere Wehren mit der bestmöglichen Gerätschaft auszustatten"; außerdem der Stadt Pfarrkirchen mit Bürgermeister Wolfgang Beißmann für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, dem Pfarrkirchener Kommandant Stefan Niedermeier für das freundschaftliche Miteinander während der gesamten Beschaffungszeit sowie den Wehren Bad Birnbach und Simbach für die konstruktive Zusammenarbeit.

Ein ganz besonderes Vergelt’s Gott galt jedoch Martin Bichlmaier und Rudi Hummelsberger, die viele Stunden unentgeltlich in die Ausschreibung der vier Drehleitern investiert hatten. Der neue Kommandowagen X3, den man gebraucht von der BMW Feuerwehr München gekauft hat, ersetzt den in die Jahre gekommenen BWM X5, Baujahr 2001. Bezahlt hat ihn zwar der Verein, die Feuerwehr hat das Fahrzeug allerdings an die Stadt übereignet, die die Unterhaltskosten übernimmt. Stadtpfarrer Egon Dirscherl und sein evangelischer Kollege Jochen Pickel gaben den beiden Fahrzeugen abschließend noch den kirchlichen Segen.

Doris Kessler

 

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Gottes Segen spendeten (von links) Stadtpfarrer Egon Dirscherl und der evangelische Pfarrer Jochen Pickel, der für Vorstand Michael Wimmer ein kleines, selbstgeschnitztes Holzkreuz mitgebracht hatte.
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Den obligatorischen Schlüssel gab es von Christian Kliemann, Magirus-Vertriebsleiter, für Bürgermeister Wolfgang Grubwinkler (links) und Kommandant Herbert Stauber (Mitte).

 

 


 

 

 


 

 

 

 

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