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Freiwillige Feuerwehr
Stadt Eggenfelden

Brandkatastrophen in Eggenfelden

31uebersichtDer Marktbrand von 1552 war die erste nachgewiesene Brandkatastrophe in Eggenfelden, die sich in diesem Ausmaß glücklicherweise auch nicht mehr wiederholt hat. Der Brand brach am 2. August 1552 nachts um ein Uhr in einem Rückgebäude der Gastwirtin Valtermaier am Stadtplatz 9 aus. Er griff in Windeseile um sich und um drei Uhr morgens war das Werk der Vernichtung vollendet. Von den 125 Anwesen im Ortsinneren waren 85 Häuser in Schutt und Asche gesunken.

Das Feuer vernichtete im Rathaus auch Dokumente von unschätzbarem Wert. 1555 wurde die Familie Valtermaier wegen nachgewiesener Fahrlässigkeit schwer bestraft und des Ortes  verwiesen. Denn diese Feuersbrunst war für viele Marktbewohner der totale Ruin. Bei der Aufzählung der Brandgeschädigten finden sich vielsagende Anmerkungen: "ist vergant, ist verdorben, hat sich erhängt, ist entloffen, denen Gott genad". Demnach waren viele Bürger in Konkurs geraten, einige verübten sogar Selbstmord.

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Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eggenfelden

5gruendungsurkundeEine Welle von Feuerwehrgründungen hatte Mitte des 19. Jahrhunderts den bayerischen Raum erfasst. Nach Augsburg 1849, Nürnberg 1853, Rosenheim 1860 und Burghausen 1863 kam es zwischen 1864 und 1866 in 85 Städten und Gemeinden zu Feuerwehrgründungen, so in München und  auch in  Eggenfelden.

Ein  großes Brandunglück am 21. Juli 1865, dem, ausgehend vom unteren Stadtplatz, vier Anwesen vollständig und drei weitere teilweise zum Opfer fielen, war letztlich ausschlaggebend für die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr.

In einem  Schreiben des königlichen Bezirksamtmannes an den Magistrat heißt es damals: "…, kann man nicht umhin zu bemerken, wie nothwendig die Bildung einer freiwilligen Feuerwehr durch die jüngeren Leute im hiessigen Markte sein dürfte. … Wenn eingewendet werden will, dass der hiessige Markt zu klein sei, und die nöthigen Kräfte zur Bildung einer Feuerwehr nicht biete, so zeigen noch viel kleinere Märkte, wie z. B. Plattling das Gegentheil, … so ließe sich vielleicht der hiessige Arbeiterunterstützungsverein zu einem Feuerwehrcorps gestalten."

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Satzung von 1865

Satzungen der Freiwilligen Feuerwehr im Markte Eggenfelden 1865

1. Organischer Theil

§ 1 Zweck

Die freiwillige Feuerwehr stellt sich die Aufgabe, bei vorkommenden Brandunfällen das Leben und Eigenthum der Bewohner Eggenfeldens durch möglichst rasche und zweckmäßige Hilfeleistung nach Kräften zu sichern. Die Verpflichtung der Feuerwehrmannschaft erstreckt sich sohin lediglich auf den Marktbezirk Eggenfelden, ihre freiwillige Thätigkeit in Nachbarbezirken ist jedoch keineswegs ausgeschloßen.

§ 2 Eintheilung

Die Feuerwehr wird gebildet aus zwei Haupt-Abteilungen nämlich

  1. den eigentlichen Feuerwehrmännern, welche die bezeichneten Zwecke im aktiven Dienste zu erfüllen streben und
  2. jenen Mitgliedern, welche durch Geldbeiträge das Inslebentreten und den Fortbestand des Unternehmens ermöglichen und welche sohin zur Unterscheidung von den aktiv wirkenden füglich als paßive Mitglieder bezeichnet werden.

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Beim Mayringer-Brand 1833

1833, in der Nacht vom 27. auf den 28. April, brannte es am oberen Stadtplatz. Dieser Feuersbrunst fielen neben dem Mayringer-Bräu sechs weitere Anwesen nebst Stallungen und Rückgebäude sowie das Feuerrequisitenhaus zum Opfer. Es war erst 1796 neu errichtet worden. Nach der Beschreibung stand das Feuerrequisitenhaus hinter dem Gebäude der heutigen Marienapotheke, am Beginn der Pfarrkirchner Strasse.

Ein Neubau des Feuerrequisitenhauses an dieser Stelle erfolgte nicht. Vielmehr wurde das Grundstück dem Mayringer-Bräu zum Ausgleich dafür überlassen, dass dieser beim Neubau auf die Baulinie der übrigen Häuser auf der Marktplatz Ostseite zurückrückte. Eine Unterkunft fanden die Feuerrequisiten nun im Bezirksamtsgebäude. Bereits 1839 wurde dieser Teil des Bezirksamtes jedoch abgebrochen und die Requisiten fanden in der Marktschreiberei, also im Rathaus, eine neue Unterkunft. Obwohl der Bezirk auf einen Neubau drängte, konnte man sich dazu nicht entschliessen. 1860 wurde vom Markt der Reichenwallner-Sommerkeller, ein Brauerei-Lagerkeller, erworben. Nach der ursprünglichen Planung sollten hier Metzgerverkaufsstände und eine Freibank eingerichtet werden.

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